Vertraulich · Stand September 2026
Akquise-Analyse · Vertraulich · Update September 2026

15 Hausverwaltungen im Markt — Ertrags- und Bewertungsanalyse

Die Juni-Ziele sind überwiegend verkauft; der Markt räumt gute Verwaltungen innerhalb weniger Wochen. Im aktuellen Angebot liegt ein Kern-Portfolio von 11 Zielen bei rund 1,9× des tatsächlichen Inhaber-Ertrags (SDE) und damit auf Marktniveau. Mit 60 % bei Übergabe, 50 % Earn-out über 18 Monate und dem Inhaber 18 Monate an Bord sinkt das Darlehen beim Closing auf €1,73 Mio. (60 %). Der Earn-out ist die Vergütung des Inhabers für die Übergabe, ein separates Gehalt fällt nicht an. Mit €1,00 Mio. Eigenkapital braucht es zusätzlich eine Zwischenfinanzierung von bis zu €23k (bei 10 % Zins rund €3k Zinsen); der kumulierte Cashflow wird in Jahr 3 positiv.

Harte Kennzahlen je Objekt; geschätzte Eingaben sind klar als solche gekennzeichnet.

15
Hausverwaltungen im Markt (1 offen, 14 im Verfahren)
7.573
Einheiten im Kern-Portfolio (11 Ziele)
€1,73 Mio.
bei Übergabe (60 % von €2,88 Mio.)
~1,9×
Kaufpreis ÷ echte Erträge (SDE), inkl. Earn-out 2,1×
00

Was sich seit Juni verändert hat

Von den zehn Zielen der Juni-Analyse sind sechs verkauft, eines ist zurückgezogen, drei befinden sich im Verfahren (Ziele A, B und H). Seitdem kamen zwölf neue Angebote hinzu, darunter deutlich größere Verwaltungen.

Schnell verkauft

6 von 10

Juni-Ziele innerhalb von rund drei Monaten verkauft. Wer kaufen will, braucht Finanzierung und Prüfprozess vor dem Angebot, nicht danach.

Teurer als im Juni

1,53× → 1,88×

Kaufpreis ÷ SDE der Juni-Ziele gegenüber dem heutigen Kern-Portfolio. Die neuen Angebote sind profitabler, aber nicht mehr unter Marktniveau (Median 1,79×).

Kaum frei verfügbar

14 von 15

Angebote sind im Verfahren und nehmen keine neuen Interessenten an. Sie zeigen Qualität und Preisniveau des Angebots; erreichbar werden einzelne nur, wenn ein Verfahren scheitert.

Daraus folgt: Der Engpass ist nicht das Angebot, sondern Tempo und Zugang. Eine vorbereitete Finanzierung, ein Standard-Prüfprozess und direkte Ansprache von Inhabern vor dem Verkaufsstart werden wichtiger als der Preis. Die Deal-Struktur mit Earn-out hilft dabei: Der Verkäufer erhält in Summe 110 % des Angebotspreises, der Käufer finanziert beim Closing nur 60 %.
01

Die 15 aktuellen Angebote

Von 291 bis 5.000 Einheiten, zusammen 15.523 Einheiten und €6,21 Mio. Kaufpreis. Blau markiert ist das Kern-Portfolio (11 Ziele): mitarbeitender Inhaber, dessen Arbeit die Plattform ersetzen kann, und Kaufpreis bis rund 2,6× SDE. Die übrigen vier sind Optionen mit anderem Profil (Premium-Bestand, Plattform-Kandidat mit 5.000 Einheiten, zwei Verwaltungen ohne operativen Inhaber).

ZielRegionStatusEinheitenUmsatzGewinn*Kaufpreis€/Einh.KP/UmsatzBesonderheit
Ziel ASachsen-AnhaltVerfahren läuft1.100366.00025.000135.0001230,37×–
Ziel BBayern (Süd)Verfahren läuft558366.00086.700250.0004480,68×Makler ~150k Umsatz
Ziel HRheinland-PfalzVerfahren läuft842369.00035.000175.0002080,47×–
Ziel KBayern (Süd)Verfahren läuft1.6001.024.000450.0001.300.0008121,27×Makler ~99k Umsatz; GF-Gehalt n. a.
Ziel LBayern (Süd)Verfahren läuft1.000846.000130.000580.0005800,69×–
Ziel MBayern (Süd)Verfahren läuft360400.000108.000415.0001.1531,04×nur Miete; Makler+Vermietung ~135k
Ziel NNorddeutschlandVerfahren läuft5.0002.271.000336.0001.550.0003100,68×GF + Tochter; KSchG gilt
Ziel OBaden-Württ. (Mitte)Verfahren läuft950475.000141.000420.0004420,88×–
Ziel PBayern (Süd)Verfahren läuft579435.00045.000220.0003800,51×überwiegend Miete
Ziel QHessen (Süd)Verfahren läuft373492.00015.000125.0003350,25×Hausmeisterfirma ~302k Umsatz
Ziel RBerlinVerfahren läuft800370.00063.000250.0003120,68×Inhaberin nicht operativ
Ziel SHessen (Nord)Verfahren läuft1.200570.000115.000410.0003420,72×Partnerfirma ~120k Umsatz
Ziel TNordrhein-WestfalenVerfahren läuft320110.00028.000100.0003120,91×Einzelunternehmer, kein Büro
Ziel UBaden-Württ. (Mitte)Verfahren läuft550636.00062.000230.0004180,36×Architekturbüro ~204k Umsatz
Ziel VBaden-Württ. (West)offen29181.00016.00055.0001890,68×–
Kern-Portfolio (11)7.5734.510.000744.7002.885.0003810,64×

*Gewinn = ausgewiesener Ertrag vor Steuern/Abschreibungen, nach Geschäftsführergehalt. Alle Angaben in €, Kaufpreise zzgl. vorhandener Barmittel. Umsatz inkl. Nebengeschäft; Makler- und Vermietungsumsätze hängen oft am Inhaber und sind nach dessen Ausscheiden unsicher.

02

Echte Erträge (SDE)

SDE = Seller's Discretionary Earnings: der gesamte Cash, den der Betrieb einem mitarbeitenden Inhaber liefert, also ausgewiesener Gewinn + Geschäftsführergehalt + private Vorteile (Firmenwagen). Die letzte Spalte zeigt das Multiple mit Earn-out (110 % des Angebotspreises).

ZielGewinn+ GF-Gehalt+ Wagen= SDEKaufpreisKP/SDEinkl. Earn-outKern
Ziel A25.00050.000–75.000135.0001,80×1,98×✓
Ziel B86.70072.0009.000167.700250.0001,49×1,64×✓
Ziel H35.00072.0009.000116.000175.0001,51×1,66×✓
Ziel K450.000––450.0001.300.0002,89×3,18×–
Ziel L130.00090.000–220.000580.0002,64×2,90×✓
Ziel M108.00096.000–204.000415.0002,03×2,24×✓
Ziel N336.000146.000–482.0001.550.0003,22×3,54×–
Ziel O141.00078.000–219.000420.0001,92×2,11×✓
Ziel P45.00080.0009.000134.000220.0001,64×1,81×✓
Ziel Q15.00066.000–81.000125.0001,54×1,70×✓
Ziel R63.00015.000–78.000250.0003,21×3,53×–
Ziel S115.00090.000–205.000410.0002,00×2,20×✓
Ziel T28.00060.000–88.000100.0001,14×1,25×✓
Ziel U62.000––62.000230.0003,71×4,08×–
Ziel V16.00012.000–28.00055.0001,96×2,16×✓
Kern-Portfolio (11)744.700766.00027.0001.537.7002.885.0001,88×2,06×
Im Kern-Portfolio summieren sich die Rückrechnungen auf €793k: der tatsächliche Inhaber-Ertrag liegt beim 2,1-Fachen des ausgewiesenen Gewinns. Einem Kaufpreis von €2,88 Mio. stehen €1,54 Mio. SDE gegenüber. Dieser Ertrag wird erst voll verfügbar, wenn die Inhaber nach der 18-monatigen Übergabe ausscheiden und ihre Arbeit von der Plattform übernommen wird.
03

Markt-Benchmark: 178 abgeschlossene Verkäufe

Zur Einordnung wurden 178 abgeschlossene Verkäufe von Hausverwaltungen ausgewertet, sieben mehr als im Juni (darunter sechs der Juni-Ziele). Die Mediane haben sich kaum bewegt; das Bewertungsniveau des Marktes ist stabil.

178
Abgeschlossene Verkäufe ausgewertet
246.304
Gehandelte Einheiten gesamt
€61,35 Mio.
Transaktionsvolumen gesamt
0,70×
Median Umsatz-Multiple (Markt)

Eintrittsmultiples im Marktvergleich

Auf Umsatzbasis liegt das Kern-Portfolio unter dem Markt, auf SDE-Basis leicht darüber. Mit Earn-out zahlt der Käufer in Summe mehr, finanziert aber weniger vorab.

Kern-Portfolio (11 Ziele) inkl. Earn-out (110 %) Markt-Median (178 Verkäufe) 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 0,64× 0,70× 0,70× Umsatz-Multiple 1,88× 2,06× 1,79× SDE-Multiple (Gewinn + GF)
Kern-Portfolio: 0,64× Umsatz und 1,88× SDE gegenüber einem Markt-Median von 0,70× bzw. 1,79×. Mit Earn-out (110 %) sind es 0,70× bzw. 2,06×. Der Preisvorteil der Juni-Ziele (1,53× SDE) ist im aktuellen Angebot nicht mehr vorhanden; der Werthebel liegt damit vollständig im Betrieb nach der Übernahme.

Die Multiples des Marktes im Überblick

Mediane statt Mittelwerte, um Ausreißer zu dämpfen.

Bewertungs-MultipleStichprobeMedianQ1–Q3 (mittlere Hälfte)Spanne
Preis / Umsatz1780,70×0,58× – 0,81×0,33× – 1,36×
Preis / Gewinn (EBITDA n. GF)1534,44×3,69× – 5,63×2,1× – 16,0×
Preis / SDE (Gewinn + GF)871,79×1,36× – 2,18×0,71× – 4,71×
Preis / Pro-forma (nach −50% Personal)791,22×1,01× – 1,43×0,39× – 1,98×
Preis / Einheit178222 €190 € – 291 €86 € – 2.941 €

„Gewinn" = ausgewiesener Ertrag vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen, nach Geschäftsführergehalt. SDE = Gewinn + ausgewiesenes GF-Gehalt. Pro-forma = SDE + 50% der geschätzten Nicht-Inhaber-Personalkosten (€52k/VZK).

Verteilung der Umsatz-Multiples

Rund zwei Drittel (66%) der Verkäufe liegen zwischen 0,55× und 0,85× Umsatz. Gewinn-basierte Multiples streuen wegen unterschiedlicher Inhaber-Gehälter deutlich stärker; der Umsatz bleibt der stabilste Maßstab.

n = 178 Verkäufe · Anzahl je Umsatz-Multiple-Band 0 20 40 60 90,30–0,45× 430,45–0,60× 600,60–0,75× 430,75–0,90× 180,90–1,05× 51,05–1,40× Kern-Portfolio: 0,64×

Multiples nach Betriebsgröße

Das Umsatz-Multiple ist über alle Größen nahezu konstant. Das SDE-Multiple steigt mit der Größe: größere Verwaltungen sind weniger inhaberabhängig. Diese größenabhängige Höherbewertung ist der Mechanismus, den ein Roll-up nutzt: kleine Betriebe zu kleinen Multiples kaufen, als Gruppe zu höheren bewertet werden.

Größe (Einheiten)Verkäufe (n)Umsatz-× (Median)SDE-× (Median)€ / Einheit (Median)
unter 500320,69×1,12× (n=16)218 €
500 – 999660,70×1,58× (n=33)244 €
1.000 – 1.999520,69×2,04× (n=26)200 €
2.000 und mehr280,75×2,48× (n=12)226 €
Methodik. Stichprobe = 178 abgeschlossene Verkäufe von Hausverwaltungen (Stand September 2026). „Preis" = der jeweils ausgewiesene Kaufpreis. Nicht für jedes Objekt sind alle Felder verfügbar, daher unterschiedliche Stichprobengrößen (n). Es handelt sich um ungeprüfte Kennzahlen, nicht um testierte Abschlüsse oder notariell bestätigte Kaufpreise.
04

Deal-Struktur: 60 % bei Übergabe, 50 % Earn-out, Inhaber 18 Monate an Bord

Jeder Kauf folgt demselben Muster. Der Verkäufer erhält in Summe 110 % des Angebotspreises, davon 60 % beim Closing und 50 % verteilt über 18 Monate. Er bleibt in dieser Zeit als Geschäftsführer im Betrieb und übergibt Kunden, Objekte und Wissen. Seine Vergütung dafür ist der Earn-out; ein Gehalt zusätzlich zahlen wir nicht.

Zeitachse je Übernahme

Kaufpreis
60 %
Earn-out 50 %, in Raten
Inhaber (GF)
an Bord, vergütet über den Earn-out
Plattform
Migration, Automatisierung
trägt die Last
Ertrag
volle SDE, Einsparungen im Anlauf
SDE + volle Einsparungen
Closing61218 Mon.24

Was die Struktur leistet

  • Finanzierung beim Closing (Kern)€1,73 Mio.
  • Earn-out über 18 Monate€1,44 Mio.
  • Gesamtpreis an Verkäufer€3,17 Mio.
  • GF-Gehalt zusätzlichkeins, im Earn-out enthalten
  • Zwischenfinanzierung (bei €1,00 Mio. Eigenkapital)€23k

Der Earn-out bindet den Verkäufer an eine saubere Übergabe. Ist er an den gehaltenen Mandatsbestand gekoppelt, trägt der Verkäufer einen Teil des Churn-Risikos; im Simulator lässt sich das zuschalten.

Der wichtigste Verhandlungspunkt. Der Inhaber arbeitet 18 Monate ohne separates Gehalt, seine Vergütung ist der Earn-out. Das muss der Verkäufer akzeptieren: Bei Ziel H etwa entspricht der Earn-out (€87,5k) weniger als 18 Monaten seines bisherigen Gehalts mit Wagen (€121,5k). Zahlt man das Gehalt zusätzlich (Schalter im Simulator), kostet die Übergabe im Kern-Portfolio €1,19 Mio. mehr, und es braucht bei €1,00 Mio. Eigenkapital eine Zwischenfinanzierung von bis zu €660k. Dafür sinkt in beiden Fällen das Darlehen beim Closing um 40 %, die Übergabe ist abgesichert, und die Personalanpassung fällt in eine Zeit, in der die Plattform die Arbeit bereits trägt. Die Earn-out-Bedingungen (Bemessung, Raten, Kopplung an Umsatz oder Mandate) sind je Deal zu verhandeln und steuerlich zu prüfen.
05

Pro-forma EBITDA-Brücke (Kern-Portfolio, ab Monat 19)

Vom ausgewiesenen Gewinn zum schlanken, digitalen Betriebsmodell: Inhaber nach der Übergabe ersetzt, Büros geschlossen, Back-Office zentralisiert und automatisiert.

Ausgew. Gewinn
€745k
+ Inhaber & Wagen → SDE
€1,54 Mio.
+ Büros schließen (netto)
€1,68 Mio.
+ Personal −50%
€2,37 Mio.
− Zentrale + Plattform
€2,11 Mio.
▲ Kaufpreis Kern-Portfolio: €2,88 Mio. (inkl. Earn-out €3,17 Mio.) → Pro-forma EV/EBITDA nach Zentrale ≈ 1,5×
Einordnung: Der 50%-Abbau ist der obere Fall, nicht der Zustand ab Tag 1. Das Kern-Portfolio betreut heute 7.573 Einheiten mit 38,9 Vollzeitkräften (Ø 195 Einheiten/VZK). Der Abbau ist erst tragbar, wenn Automatisierung und Zentrale Versammlungen und Abrechnungen wirklich stemmen; schneidet man vorher, kündigen die WEGs, und die Verwalterverträge sind der eigentliche Vermögenswert.
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Die beiden operativen Hebel

Woraus sich die Differenz zwischen SDE und Pro-forma-EBITDA im Kern-Portfolio ergibt.

Büros schließen

~€140k/Jahr

Angemietete Räume, 1.113 m² im Kern-Portfolio. Remote und digital spart die Miete; 20 % bleiben als Budget für Versammlungsräume, oder Versammlungen laufen virtuell bzw. hybrid (seit der WEG-Reform zulässig).

  • Bürofläche gesamt1.113 m²
  • Gesch. Bruttomiete*~€175k/Jahr
  • Ersparnis bei Schließung~€140k/Jahr

*Miete geschätzt (€7–18/m²/Mon. je Region), vom Verkäufer nicht ausgewiesen. Mehrere arbeiten noch mit Inhouse-Servern.

Personal und der 50%-Abbau

195 Einh./VZK heute

26,7 Vollzeitkräfte in der Verwaltung ohne Inhaber (Hausmeister-, Makler- und Architekturpersonal nicht mitgerechnet). Mehrere Betriebe melden freie Kapazität. Wie viel davon abgebaut wird, ist im Simulator ein Regler (Anteil der Personalkosten ohne GF); 50 % ist der obere Fall.

  • Gesch. Personalkosten*~€1,39 Mio./J
  • Ersparnis 50%-Abbau~€694k/J
  • Abfindung/Freistellung (6 Monate)~€347k

*@ €52k vollkostenbelastet je Nicht-Inhaber-VZK (Annahme).

07

Lässt sich Personal in Deutschland rechtssicher anpassen?

Der strenge Ruf des deutschen Kündigungsrechts betrifft vor allem Großbetriebe mit Betriebsrat, nicht Betriebe mit drei bis sechs Personen. Drei Punkte sind relevant:

Keine Rechtsberatung. Jeden Deal mit einer Fachanwältin oder einem Fachanwalt für Arbeitsrecht strukturieren. Hauptkosten sind Kündigungsfristen (3–7 Monate bei langjährigen Kräften), nicht Abfindungen.
08

Cashflow-Simulator (10 Jahre)

Ziele auswählen, Deal-Struktur und Annahmen einstellen. Alle Käufe in Jahr 1; der Anteil bei Übergabe wird über ein Darlehen finanziert, der Earn-out aus dem laufenden Cashflow gezahlt. Kennzahlen, Diagramm und Tabelle rechnen live neu.

Portfolio und Annahmen

Ziele:
Zahlt die Kaufnebenkosten (7 %) und puffert Anlaufverluste
zzgl. Plattform €15 je Einheit und Jahr
Deckt Earn-out und Anlaufverluste, bis der Cashflow trägt
Honorar-Anpassungen und neue Mandate
auf Personal, Büro und Overhead
einmalig: Datenmigration, IT, Prüfung
Dann sinkt der Earn-out mit dem Churn.
Standard. Ausschalten, um das bisherige Gehalt während der Übergabe zusätzlich zu zahlen.
–
Darlehen beim Closing
–
Break-even (kumulierter Cashflow positiv)
–
Kumulierter Cashflow nach Jahr 10
–
Zwischenfinanzierung (Spitze) · Zinsen gesamt –

Was an Verkäufer und Personal fließt

–
Earn-out an Verkäufer (über 18 Monate)
–
GF-Gehalt während der Übergabe
–
Abfindung/Freistellung abgebauter Stellen
–
Verkäufer erhalten insgesamt (Kaufpreis + Earn-out + GF-Gehalt)

Economics auf einen Blick

EBITDA, Cashflow und Schulden getrennt, darunter die Überleitung vom Umsatz zum Netto-Cashflow für ein gewähltes Jahr.

Cashflow über 10 Jahre

JahrEBITDA vor GF*− GF-Gehalt− Einmalig− Zinsen Darlehen− Zinsen Brücke− Steuern− Tilgung− Earn-out= Netto-CFKumuliertKasse inkl. EKOffene Schuld**

Alle Angaben in T€. *EBITDA vor GF = SDE (nach Churn, mit Wachstum) + realisierte Einsparungen (Büro + Personal, mit Anlauf 50 / 90 / 100 %) − Zentrale und Plattform. GF-Gehalt = Gehalt und Wagen der Inhaber, solange sie an Bord sind. Einmalig = Integration je Übernahme plus Abfindung (Monate × Monatskosten der abgebauten Stellen), fällig in Jahr 1. Umsatz wächst mit dem Wachstum, alle Kosten mit der Inflation. **Darlehen + noch offener Earn-out + Zwischenfinanzierung. Die Zwischenfinanzierung deckt jeden negativen Kassenstand; Zinsen fallen auf den Stand zu Jahresbeginn und die Hälfte des Zuwachses im Jahr an.

Jahr 0 ist die Eigenkapital-Einlage: Kaufnebenkosten (Notar, Beratung, Due Diligence, rund 7 % des Kaufpreises) plus €50k Working-Capital. Den Anteil bei Übergabe trägt das Darlehen; Earn-out und Anlaufphase tragen der laufende Betrieb und das Eigenkapital, und wo beides nicht reicht, die Zwischenfinanzierung.

Vermögensaufbau: Schulden und Unternehmenswert

Die offene Schuld (rot, Darlehen + offener Earn-out) sinkt mit jeder Rate; der Unternehmenswert (blau, Verkaufs-Multiple × Betriebs-EBITDA) steigt mit dem Umbau. Die grüne Fläche dazwischen ist der Eigenkapitalwert.

–
Unternehmenswert Jahr 10 (Verkaufs-Multiple)
–
Offene Schuld Jahr 10
–
Eigenkapitalwert Jahr 10 (Wert − Schulden)
–
Gesamtvermögen J10 (EK-Wert + Kasse)
JahrOffene SchuldUnternehmenswertEigenkapitalwert
Wichtige Vorbehalte. (1) 14 der 15 Angebote sind im Verfahren; das Portfolio ist ein Rechenbeispiel für Qualität und Preisniveau des Marktes, keine Liste verfügbarer Deals. (2) Die Finanzierung des Anteils bei Übergabe zu 100 % über ein Darlehen und die Zwischenfinanzierung (Kontokorrent, Verkäuferdarlehen oder zweite Tranche) sind Modellannahmen; Banken verlangen üblicherweise 20–30 % Eigenkapital und Sicherheiten. (3) Das Modell hängt am Erreichen des schlanken Betriebs (Automatisierung + Personalanpassung). (4) Makler-, Vermietungs- und Architekturumsätze hängen oft am Inhaber; sie sind in der SDE enthalten, aber nach dessen Ausscheiden unsicher. (5) Firmenwert-Abschreibung beim Asset Deal ist als Steuerschild nicht angesetzt (konservativ). (6) Ziel K weist kein GF-Gehalt aus, dort ist die SDE gleich dem Gewinn.
09

Das Vorgehen in vier Schritten

Zugang vor PreisFinanzierungszusage, Standard-Datenraum und Prüfprozess vorab, damit ein Angebot innerhalb von zwei Wochen steht. Parallel Inhaber direkt ansprechen, bevor ein Verkaufsprozess startet.
Kaufen mit 60 % bei Übergabe und 50 % Earn-outDer Verkäufer erhält in Summe 110 % des Angebotspreises und bleibt 18 Monate als Geschäftsführer, vergütet über den Earn-out. Das sichert die Übergabe der Kunden und senkt das Darlehen beim Closing.
In den 18 Monaten auf die Plattform umziehenBuchhaltung, Abrechnung, Schriftverkehr, Fristen und Posteingang laufen zentral und automatisiert. Büros werden geschlossen, Versammlungen virtuell, hybrid oder in Mieträumen.
Personal an die Kapazität anpassen, nicht an Tag 1Abbau, sobald die Plattform die Arbeit nachweislich trägt. Ab Monat 19 steht die volle SDE zur Verfügung, und der Betrieb läuft ohne Inhaber.